Glockenwelt Burg Greifenstein

Denkmal von nationaler Bedeutung und
Geopunkt im GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus

Geschichte

Denkmal von nationaler Bedeutung – dieses Prädikat darf der Greifenstein seit 1995 im Namen führen. Und das nicht ohne Grund. Die Burg ist in Architektur und Historie einzigartig, und jeder ihrer Steine scheint seine ganz eigene Geschichte zu erzählen.
1226
Urkunden erwähnen erstmals einen „Rudolf von Greifenstein“.

1298
Zerstörung der Burg durch König Adolf von Nassau, den Solmser Grafen und den Wetterauer Reichsstädten

1322
König Ludwig der Bayer beleht Gottfried von Sayn mit dem Burgberg und erteilt Stadtrechte für Greifenstein.

1381
Rupprecht von Nassau-Sonnenberg und Johann von Solms-Burgsolms bauen die Burg gemeinsam wieder auf (Doppeltürme).

1432
Nach dem Aussterben der Solms-Burgsolmser geht Greifenstein in den Besitz von Solms-Braunfels über.

1440 bis 1480
Umfangreiche Bauarbeiten der Braunfelser Grafen (Innere Burg, Wasserversorgung, Bollwerke, Statdmauer, Gotische Kapelle).

1593
Witwensitz der Elisabeth von Solms, Schwester des Wilhelm von Oranien.

1602
Bruderteilung im Hause Solms-Braunfels. Wilhelm I erhält Greifenstein als Residenz (nebst 20 Dörfern). Bau weiterer umfangreicher Befestigungen.

1635
Graf Wilhelm II.

1643
Der Ort Greifenstein erhält einen Freiheitsbrief. Zeit der Greifensteiner Hexenprozesse.

1676
Graf Wilhelm-Moritz. Umbauten im Stil des Barock (Schlosskirche, Neuer Bau).

1685
Ansiedlung von aus Frankreich vertriebenen Hugenotten in Daubhausen und Greifenthal.

1693
Solms-Braunfels stirbt aus. Das gesamte Erbe fällt an Wilhelm Moritz, der nach Braunfels übersiedelt. Greifenstein bleibt unbewohnt und zerfällt.

1969
Symbolischer Verkauf (1 DM) der Burgruine durch Graf Oppersdorf an den am 12.12.1969 gegründeten Greifenstein-Verein e.V.

1974
Erwerb der „Äußeren Talpforte“ und einrichtung des Burg- und Ortsmuseums.

1984
Die Sammlung historischer Glocken im Bollwerk „Roßmühle“ wird der Öffentlichkeit unter dem Namen „Stiftung Deutsches Glockenmuseum“ übergeben.

1987
Ausbau des 350-jährigen »Bott’schen Hauses« zum Archiv- und Seminargebäude des Greifenstein-Vereines und des Deutschen Glockenmuseums.

2009
40 Jahre Greifenstein-Verein e.V. – 40 Jahre Denkmalschutz und Denkmalpflege.

2012
Eröffnung der Glockenwelt und Aufnahme als Geopunkt im GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus.