Glockenwelt Burg Greifenstein

Denkmal von nationaler Bedeutung und
Geopunkt im GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus

GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus

Die Glockenwelt Burg Greifenstein ist ein Geopunkt im GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus, der sich über eine Region von ganz besonderer geologischer, landschaftlicher, kultur- und montanhistorischer Qualität erstreckt. Hier können über 400 Millionen Jahre Erdgeschichte und über 2.000 Jahre Bergbaugeschichte erkundet und erlebt werden. Ob Lahnmarmor und Eisenerz aus der Devonzeit im Lahn-Dill-Gebiet, Basalt und Ton des Tertiärzeitalters im Westerwald oder die Spuren des Meeres und der Gebirgsbildung im Taunus: Überall bieten geologische Sehenswürdigkeiten den Besuchern die Möglichkeit, tief in die spannende Entwicklungsgeschichte der Erde einzutauchen.
Hoch über dem Dilltal auf einem Basaltsporn gelegen, war der Greifenstein einst die bedeutsamste Wehranlage des Westerwaldes und des politisch einflussreichen Reichsgrafengeschlechts zu Solms. An mehreren Stellen des Rundwegs um die Burg ist der Basalt aufgeschlossen (siehe Bild 1).

Architektonisch besonders bemerkenswert sind die schön gestalteten Kragsteine aus dem natürlichen, vor Ort vorhandenen und typischen Westerwald-Baustoff Basalt. Hierbei handelt es sich um aus der Wand herausragende Basaltsäulen, die, teilweise mehrfach übereinander gelegt und damit „auskragend“, Vorsprünge wie z. B. Wehrgänge tragen (siehe Bild 2).

Basalt-AufschlussKragsteine am Bruderturm

In der „Glockenwelt Burg Greifenstein“ können Museumsbesucher alles zur Glockengeschichte und herstellung erfahren, zahlreiche Exponate bestaunen und interaktiv erleben. Die ausgestellten Glocken stammen u. a. aus der Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn, unterhalb des Ortes Greifenstein gelegen. Die Firma zählt zu den ältesten Familienbetrieben Deutschlands und steht in der Tradition der metallverarbeitenden Industrie im Dilltal.
Mehr Informationen zum GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus: www.geopark-wlt.de

» Zurück zur Burganlage & Glockenwelt