Glockenwelt Burg Greifenstein

Denkmal von nationaler Bedeutung und
Geopunkt im GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus

Die Geschichte vom Greifenstein

Hier die nicht ernst gemeinte Erklärung, wie die Burg zu ihrem Namen kam!

In uralter Zeit – es gab noch keinen Ort und keine Burg Greifenstein – da ragte in dieser Gegend nur ein hoher Basaltkegel auf, der von vielen großen Brocken dieses schwarzen Gesteins übersät war.

Damals nistete in dieser wilden Gegend ein Greifenpaar mit riesigen Schwingen und von schrecklichem Aussehen. Es zog jedes Jahr ein Junges auf. Die Lieblingsspeise dieser Greifen, vor allem das Junge gierte danach, waren die Eier der Saurier, die damals im Dilltal und im Lahntal hausten. Diese Sauriereier hatten eine betonharte Schale, die nur zu knacken war, wenn die Greifen große Steine darauf fallen ließen, um an die leckere Speise zu gelangen.

Nun war eines schönen Tages das Greifenweibchen wieder einmal zur Nahrungssuche unterwegs und kreiste in großen Bögen über das Dilltal in der Nähe des heutigen Herborns. Da – mit einem Mal sah es am Rande des Reuterberges etwas Helles aufblinken. Tatsächlich, da lag inmitten von Farn und Moos ein riesiges Sauriernest mit vielen verlockenden Eiern.

Sogleich eilte das Greifenweibchen mit wildem Flügelschlag wieder zurück zu seiner Familie, und schon auf der Höhe von Edingen fing es laut an zu kreischen und ihrem Mann zuzurufen:

„Greif’ en Stein, greif’ en Stein!“

Das hörte ein Homo erectus, der in dieser Gegend lebte, und er erzählte das seinen Kindern und Kindeskindern, die gaben es an den Homo sapiens weiter. Dann erzählten auch die Kelten und die Germanen diese Geschichte und von ihnen gelangte sie zu den Westerwäldern und sie nannten diesen Ort Greifenstein. Und diesen Namen hat er bis zum heutigen Tag.

Greifenstein, 14.02.2008
Dr. Wolfgang Leineweber

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